Vanillin

Untersuchungen haben herausgefunden, dass in mehr als 95% der Lebensmittel, auf denen “Vanille” draufsteht, keine echte, also natürliche Vanille drin ist. Warum ist das so? Jährlich werden weltweit etwa 15.000 Tonnen Vanilleschoten benötigt, aber nur 2000 Tonnen Vanilleschoten geerntet. Ohne eine ergänzende “Alternative” geht es also nicht.

Natürliches Vanillin ist der Hauptaromastoff der Vanille aber in viel zu geringen Mengen vorhanden und somit das Ziel der meisten Nachahmungsversuche. Fast immer wird als Ersatz für natürliches Vanillin das unglaublich kostengünstige synthetische Vanillin eingesetzt. Es wird u.a. aus Kuhdung, Holzspänen oder Schimmelpilzen erzeugt oder durch biotechnische Verfahren aus Ferulasäure und Lignin gewonnen. Da dies alles sog. "Naturstoffe" sind, welche alle nichts mit Vanille zu tun haben, ist es dennoch erlaubt sie am Ende als “Aroma", “natürliches Aroma” oder "Vanillearoma" zu deklarieren. Ein absurder Trick.
 
Bei folgenden Begriffen ist also kein Körnchen echte Vanille enthalten:

  • Aroma, natürliches Aroma, Vanillearoma

Laut Verbraucherzentrale ist bei Produkten mit folgenden Bezeichnungen in der Zutatenliste natürliche Vanille ganz oder teilweise enthalten:

  • Gemahlene Vanilleschoten
  • Natürliches Vanillearoma muss mindestens zu 95 % aus natürlicher Vanille bestehen. Der Rest darf aus Fremdaromen,-stoffen sein.
  • Vanilleextrakt wird aus echten Vanilleschoten gewonnen und enthält neben natürlichem Vanillin weitere Stoffe der Vanilleschote.

Achte also immer auf die Zutatenliste, denn die Industrie mischt längst kunterbunt hin und her, um "Vanille" im Produkt verkaufen zu können.

Das ist der Rohstoff für alle echten Vanille Produkte.
Bis zu 50% Vanillearoma und wertvolle Vanilleöle sind
übrigens in der Schale von Vanilleschoten enthalten.


Noch eine interessante Vanille Hintergrund Geschichte

Kaum zu glauben und fast vergessen. Der Konzern Coca Cola verursachte in den 80er Jahren mit dem Versuch, das natürliche Aroma der Vanilla Coke durch ein Künstliches zu ersetzen, fast den Ruin eines kompletten Landes. Da Coca Cola durch den Einsatz des künstlichen Vanille Aromas damals Madagaskar nun nicht mehr wie sonst üblich Tonnen von Vanilleschoten abkaufte, kam es dort zu einer Staatskrise und fast zum totalen Zusammenbruch der Wirtschaft. Nur weil Coca Cola wegen empörten Kundenfeedbacks ob des künstlichen Geschmacks der Vanilla Coke wieder zur Verarbeitung echter Vanille zurückkehrte, konnte Madagaskar einer weitreichenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krise knapp entgehen.

 

Leider ist bis heute Madagaskar eines der ärmsten Länder der Welt geblieben, obwohl (oder eben weil) es eines der begehrtesten und teuersten Gewürze in solch riesigen Ausmaßen produziert.


Hier wird die Vanille verwendet

KiezEis (Berlin)

Fritzze (Berlin)

CAPERRI! (Berlin)

Restlos Glücklich (Berlin)

Hitzefrei (Dortmund)

ART PARFUM (Oy-Mittelberg)

Guteseis (Bremen)

Birne&Beere (Hannover)

Weltkind (Werneck)

Bäckerei Galm (Bergrheinfeld)

Jö-makrönchen (Hamburg)

Confiserie Baumann (Zürich)

Grei.beer (Saarlouis)

Und noch viele mehr ...

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Mehr über Vanilla Campaign


Hinweis: Vanille kann süchtig machen.

Verwendung sowie Konsum u.a. in Verbindung mit Zucker sollte in Maßen und erst ab dem Alter von 6 Jahren erfolgen. 

 

 #vegan  #fairerHandel  #ökologischerAnbau  #gentechnikfrei

#ohne künstliche Aromen  #fairtrade